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Gepostet by on Aug 1, 2015 in Allgemein, Bürgerbeteiligung, Fahren im Fahrverband, Gelebte Demokratie, Gesundheit, Kommunalpolitik, Sport, Veranstaltungstipps | 5 Kommentare

Impressionen vom Ersten Gemeinsamen Radfahren in Landau

Erfreuliche Überraschung. Das eher spontan einberufene Radfahrer-Moving durch Landau war besser besucht als erwartet. Angesichts der Sommerferien und der kurzfristigen Einladung rechneten wir mit 15 – 25 Personen; mit gefahren sind immerhin ca. 40 – 50 Radfahrer – von 4 bis 86 Jahren (Älteste Teilnehmerin war also tatsächlich die 83-jährige Dame, wie die Rheinpfalz berichtete; allerdings gab es noch einen älteren, gehbehinderten Herrn von 86 Jahren, der mit seinem Dreirad /und ein bisschen  Hilfe eines kleinen Elektromotors daran) die ganze Tour mitfahren konnte – und den Fahrverband nach hinten absicherte !

Hier ein paar Bilder

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der „Verbandsführer“ – für alle Fälle gerüstet

Erfreulich auch, dass es so gut wie keine Zwischenfälle gab.

 

Jedenfalls musste der eigens mitgebrachte, noch verpackte Verbandskasten nicht ausgepackt werden.

Na gut, ein paar Kleinigkeiten gibt es zu berichten: ein Kameramann wurde „abgehängt“ und ist dann zu allem Überfluss noch vom Rad gefallen; 2,3 Autofahrer die nicht warten konnten oder die Situation falsch einschätzten – und die wir von dieser Stelle aus nochmals ganz herzlich grüßen –  sind in waghalsigem Manöver am ganzen Radler-Pulk vorbei gerast.

Aber wie ein Teilnehmer es formulierte: Genau für diese Autofahrer radeln wir ja im Verband; um die motorisierten Telnehmer für die berechtigten Belange der Radfahrer zu sensibilisieren.

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nicht nur alte Radfahr-Hasen waren dabei

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da fuhren sie noch schön in einer Reihe – vor dem Kreisel

 

Für ein bisschen Chaos sorgte eigentlich nur die Situation, als die Führung des Verbandes „zur besseren Orientierung“ den Kreisel am Obertorplatz (zwischen „Barock“ und Deutscher Bank) einmal ganz umrundete und einige Autos vor – und im – Kreisel stehen bleiben mussten, weil ein Weiterfahren oder Abbiegen aus dem Kreisel nicht mehr möglich war.

Lobend zu erwähnen wäre dann nur noch die Muttter, sie mit insgesamt 3 (genau: drei!) Kindern, eins davon im mitgführten Anhänger, die gesamte Strecke mitfuhr sowie der Hochrad-Fahrer, dem es am meisten Mühe machte,, wenn er von seinem hohen Stahlross wegen Ampelrot absteigen musste.

Liebe Mitradler, es hat einen Riesenspaß  gemacht. Das Ziel „Spass uff de Gass“ wurde auf jeden Fall schon erreicht.

Die nächste Fahrt wird am 28. August statt finden.

Dann sind zwar die meisten Studenten immer noch nicht da – die Teilnehmer warengestern mit Ausnahme der Kinder fast ausschließlich in die 2. Lebenshälfte zu datieren, aber wenigstens die Sommerferien sind dann schon fast vorbei. Und manch einer verkürzt für diesen Termin sogar seinen Sommerurlaub!

Treffpunkt wird wieder am Deutschen Tor (Untertorplatz) sein und der Start um 18.00 Uhr. Wo das nächste Mal der Abschluss statt findet, ist derzeit noch offen und wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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5 Kommentare

  1. Leserbrief in der Rheinpfalz Zeitung vom 7.8.15 zur „critical-mass-tour“ von Bernd Dietsche, Landau.

    „Polizei hätte Radler stoppen müssen“

    Zum Bericht „Pulk, Korso, Meute, Störer? Geschlossener Verband!“ in der Ausgabe vom 3. August. Es ging um eine künftig regelmäßig geplante Rad-Gruppenfahrt durch Landau mit dem Ziel, auf Verbesserungen für Radfahrer im Stadtgebiet zu drängen.

    Bei dem geschilderten „Fahrrad-Korso“ kann es sich meines Erachtens sowohl um eine grobe und vorsätzliche Verkehrsgefährdung als auch um eine nicht genehmigte Demonstration handeln, insofern als die wesentlichen Voraussetzungen der Straßenverkehrsordnung, als „geschlossener Verband“ gewertet zu werden, nicht erfüllt sind.
    Gemäß dem zitierten Paragrafen 27 der Straßenverkehrsordnung dürfen die Radfahrer nur zu zweit und nebeneinander die Fahrbahn benutzen. Dem Foto des RHEINPFALZ-Artikels ist jedoch unschwer zu entnehmen, dass einige Radler nicht nur die vorgegebene Fahrbahn überschreiten, sondern teilweise völlig durcheinander, ungeordnet und undiszipliniert zu dritt oder viert ein vorsätzlichen „Verkehrshindernis“ und, ganz nebenbei, einen groben Verstoß gegen Paragraf 1 StVO darstellen, der zu gegenseitiger Rücksichtnahme verpflichtet.
    Des Weiteren muss gemäß Paragraf 27 StVO und den entsprechenden juristischen Kommentaren ein „geschlossener Verband“ als solcher kenntlich gemacht werden und unter Leitung eines „Verbandführers“ stehen, der die Teilnehmer auf ein ordnungsgemäßes Verhalten hinzuweisen hat. Gerade dies ist aber nicht der Fall. Im Artikel heißt es unter anderem, „es gibt keinen Veranstalter, der haften müsste, falls es zu Unfällen kommen sollte.“ Damit wird aber von den Organisatoren des Corso bereits billigend und vorsätzlich in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kommen könnten, wofür dann niemand verantwortlich sein will.
    Auch muss meines Erachtens von einer vorsätzlichen Verkehrsgefährdung gesprochen werden, da die Veranstalter nach Aussage ihres Sprechers Reinhard Dubronner mit der „critical-mass-Aktion“ ausdrücklich das erklärte Ziel verfolgten, „etwas Druck aufzubauen“, der sich dann unter Umständen auch mit schweren Personenschäden auswirken könnte, falls die unter Druck gesetzten Autofahrer oder andere Verkehrsteilnehmer infolge des Fehlverhaltens der Radler in einen Unfall verwickelt werden. Kurz und nicht gut: Hier wird fahrlässig mit Leben und Gesundheit anderer Menschen gespielt. Besonders verwerflich ist dabei, dass dabei auch Kinder gefährdet werden, die wohl zum Druckaufbau mitradeln mussten. Es stellt sich die Frage, ob die verantwortlichen Eltern hier nicht ihre Aufsichts- und Obhutspflicht vorsätzlich verletzen. Ich möchte nicht das Geschrei der „critical-mass“ hören, wenn da etwas passiert wäre…
    Völlig unverständlich wird schließlich, dass in der Waffenstraße die Polizei von einem geparkten Streifenwagen aus den ungewöhnlichen Korso beobachtet hat, ohne einzuschreiten. Es wäre meines Erachtens in einem Dienstaufsichtsverfahren zu überprüfen, ob dies nicht eine Pflichtverletzung darstellt, die meines Erachtens dies gebündelten Verkehrsverstöße umgehend hätten stoppen müssen. Und das Verhalten von Herrn Dubronner sollte von der Staatsanwaltschaft einer strafrechtlichen Prüfung unterzogen werden, inwiefern hier nicht der Aufruf zu einer (oder mehreren) Straftaten vorliegt.

    Bernd Dietsche, Landau

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  2. Leserbrief in der Rheinpfalz Zeitung vom 7.8.15 zur „critical-mass-tour“, Claus-Jürgen Rische, Jockgrim

    „Pedaltreter sind Analphabeten“

    Den Artikel mit der etwas langen Überschrift habe ich heute Vormittag schon gelesen. Nun auf meinem Abendspaziergang ist mir der Artikel beim Beobachten der vielen Radler hier im Ort wieder in den Sinn gekommen. Herr Dubronner fühlt sich im Verkehr benachteiligt und würde Radfahrer gerne als gleichberechtigte Partner im Straßenverkehr sehen?
    Naja, was die Damen und Herren hier im Ort heute Abend um mich herum gezeigt haben, da hätte ich meine Zweifel zum Thema gleichberechtigte Partner. Ich war als Fußgänger auf dem Gehweg unterwegs, auf dem auch einige Verkehrsschild-Legastheniker ebenfalls unterwegs waren. Das blaue Schild mit Mutter und Kind kann ja nur auf einen Radweg hindeuten, oder? Sogar mein kleiner vierbeiniger Begleiter hat die Verkehrsregeln besser drauf!
    Bei anderen Gelegenheiten in den letzten Tagen hatte ich auch den Eindruck, dass Pedaltreter auch Analphabeten sind. Zusatzschilder an Fußgängerzonen mit dem Text „Radfahrer absteigen“, oder das blaue Schild mit dem abgebildeten Fahrrad und dem Zusatz „Ende“ sind ja auch mit der Geschwindigkeit knapp unterhalb der Schallmauer schwer zu entziffern. Rote Ampeln, Stoppschilder gelten nur für Feiglinge, oder? Welche Straßenseite benutzt werden darf, ist auch nicht bekannt, und wann laut Vorschrift auf gemeinschaftlich genutzten Wegen ein Radfahrer von hinten kommend klingeln muss, scheint auch in Vergessenheit geraten zu sein.
    Nicht mehr lustig ist, wenn Vater und Mutter auf dem Gehweg fahren und das Kind, das jünger als zehn Jahre sein muss, fährt auf der Straße. Dann geht mein Herz auf. Solche leuchtende Vorbilder braucht das Land. Mich schüttelt es, wenn ich daran denke, dass einige der Strampler auch noch einen Führerschein besitzen und damit auch etwas mehr Wissen haben müssten. Wobei man den Eindruck hat, wenn auf dem Fahrradsitz Platz genommen wird, wird von der kleinen Planierraupe im Kopf das Wissen hinten über die Kante geschoben.
    Wenn nur der Paragraph 27 der Straßenverkehrsordnung aus dem Beitrag Anklang findet, weiß ich nicht ob man das Mitleid mit den Radfahrern haben muss(…). Daher sollte mal darüber nachgedacht werden, was ein gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer zeigen sollte. Weil hinter dem Lenkrad sitzend, gebe ich sogar auf sich ordentlich im Verkehr bewegende Fußgänger und Radfahrer acht. Alle oben genannten Vergehen werden auch von den zukünftigen Verkehrsteilnehmern in der Person unserer Kinder gesehen und übernommen. Was die großen vormachen, wird dann nachgemacht. Um Kindern ein längeres Leben zu bescheren, sollte man über sein eigenes Tun zweimal nachdenken.

    Claus-Jürgen Rische, Jockgrim

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  3. Leserbrief in der Rheinpfalz Zeitung vom 7.8.15 zur „critical-mass-tour“, Berthold Raschke, Hainfeld

    „Organisatoren und Kinder ohne Helme“

    Grundsätzlich ist das eine gute Aktion, denn sie entfacht erneut die Diskussion über die Struktur des Radwegnetzes in Landau. Dennoch sollte man sich nicht nur an seine Rechte, sondern auch in der Anonymität des Radfahrens an seine Pflichten erinnern.
    Vollkommen richtig: Ab 15 Radfahrern darf zu zweit nebeneinander gefahren werden. Aber erst ab 15 Radlern und dann nur zu zweit. Dies gilt auch für Rennradler auf Landstraßen. Des Weiteren sollte sich der Veranstalter nicht nur auf die Straßenverkehrsordnung beziehen, sondern die bestehende Rechtsprechung unbedingt beachten. Im Übrigen: Das dargestellte Bild zum Artikel ist nicht sonderlich gut angebracht und lässt die Veranstaltung halbherzig erscheinen. Große Teile der Teilnehmer tragen keinen Fahrradhelm (auch der Organisator und Kinder nicht!). Der Junge hinten rechts sollte auch nicht in vierter Reihe fahren, sondern wie abgemacht zu zweit nebeneinander…

    Berthold Raschke, Hainfeld
    Erster Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Landau-SÜW

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    • Was für eine Resonanz auf das „Critical-Mass“-Fahren !!!
      Am vergangenen Freitag (07.08.)ließen sich gleich drei Leser auf der Leserbrief-Seite der heutigen Rheinpfalz darüber aus(siehe auch den obigen Bericht darüber).
      Zwei Leser, offensichtlich reine Autofahrer, machten sich Luft und liessen ihrem Frust, immer im stinkenden Auto durch Landau fahren zu müssen, freien Lauf.
      Ein dritter Leser, im Hauptberuf Fahrlehrer, sah das ganze etwas distanzierter, mockierte sich aber daran, dass einige Radfahrer, darunter auch Kinder, keinen helm tragen. Dies ist erstens falsch (was die Kinder betrifft).
      Zweitens besteht
      a) keine Pflicht zum Helmtragen und
      b) erhöht dies die Gefährung des Radfaheres durch den motorisierten Verkehr, weil bei Autofahrern die (psychologische) Hemmschwelle sinkt, z.B. ohne ausreichenden Abstand am Radfahrer vorbei zu fahren; ganz eunfach, weil der Radfahrer ja durch den Helm ausreichend geschützt erscheint. Dies haben sehr ernst zu nehmende Studien über das Verhalten von Autofahren gegenüberRadfahrern mit und ohne Helm ergeben.

      Selbstcverstädlich sollte jeder, der sich mit helm sicherer fühlt, auch einen tragen.

      Und auch versicherungsrechtlich – im Falle von Schadenserstatzansprüchen einer verletzten Radfahrerin – spielt es übrigens keine Rolle, dass diese keinen Helm trug, als ein Autofahrer sie über den Haufen fuhr. Dies wurde vor einiger Zeit in einem Urteil eines Landgerichts bestätigt.

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  4. „Polizei hätte Radler stoppen müssen“

    Hallo Herr Dietsche,
    ich nehme diesen Leserbrief humorvoll an und bekenne mich schuldig in allen Punkten!
    Die Höchststrafe kann daher nur lauten: Lebenslanges Radfahrverbot für mich und die Ideengeber der „critical-mass-tour“. Weiterhin eine Bewährungszeit von fünf Jahren für alle Mitradler. Diese sollten zukünftig eine psychologische Verkehrseignungsprüfung für den Stadtverkehr ablegen und sich einmal wöchentlich bei der Verkehrspolizei melden. Aufgrund des unkontrollierten, willkürlichen Einsetzens der Fahrradklingel muss ein Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis erfolgen und kann erst in 20 Jahren gelöscht werden.
    Das Verwenden einer Signalweste wird als irreführend und als besonders arglistiges Täuschungsmanöver angesehen da es zur Verwechslung mit den städtischen EWL Arbeitern führen könnte. Für dieses Verhalten sind 2000 Arbeitsstunden beim Straßenbau abzuleisten.
    Allen Klingelgeschädigten, sowie alle im zeitlichem Ablauf behinderten Autofahrern wird eine Entschädigung von 1,50- €uro je angefangene Minute zugesprochen.

    Herr Dietsche, vielen Dank für Ihren Leserbrief in der Rheinpfalz Zeitung und Ihrer zum Nachdenken, informativen Aufklärung.
    Wie bezeichnet man ca 40 Radfahrer?
    Und was war die grob vorsätzliche Verkehrsgefährdung?
    Sind Ihnen demonstrationsrelevante Merkmale aufgefallen, die auf einen genehmigungspflichtigen Protest schließen lassen?
    Wo und wann haben Sie völlig durcheinander, ungeordnete und undisziplinierte Radler zu dritt und zu viert bemerkt?

    Vor Beginn habe ich darauf hingewiesen, dass es sich um eine freie Verabredung handelt und wir Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer nehmen.
    Jeder schien in der Lage zu sein, eigene Verantwortung zu übernehmen. Zudem habe ich eine Signalweste angezogen, ebenso dem Schlussfahrer eine ausgehändigt.
    Mir war nicht bewusst, dass ich zu Straftaten aufgerufen haben soll??!!

    Herr Dietsche, wurden Sie als Autofahrer, Radfahrer, oder als Fußgänger behindert, oder hatten Sie den Eindruck dass Menschenleben gefährdet waren? (ca. 8 km/h war unsere Durchschnittsgeschwindigkeit) Meine Frau sagte, wenn ich noch langsamer fahre, falle sie vom Rad.

    Können Sie sich vorstellen dass wir Radfahrer mit einem verbesserten Verkehrskonzept besser geschützt werden? Vielleicht hätte das auch Vorteile für die anderen Verkehrsteilnehmer???

    Ziel dieser Verabredung war es: Radfahrer ins Bewusstsein der Autofahrer zu bringen!
    Bei Ihnen ist es uns besonders gut gelungen, deswegen bedanke ich mich nochmals für Ihren Beitrag und lade ich Sie herzlich ein, bei der nächsten Veranstaltung mitzuradeln.

    Die Stadt Landau wurde für eine Stunde entschleunigt!

    Mit freundlichen Radfahrer Grüßen ,
    Reinhard Dubronner

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