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Gepostet by on Apr 24, 2018 in Allgemein, Ärgerliches, Bürgerbeteiligung, Gelebte Demokratie, Gesundheit, Kommunalpolitik, Landau, oberbürgermeister | 1 Kommentar

» Aktionsplan Sauberkeit in Landau «

von Ernst Dumröse,

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
im Frühling hat sich der Stadtvorstand Aufbruch und Dynamik auf die Fahne geschrieben. Das
passt: Die Stadt und der EWL werden nach dem CDU-Vorstoß einen
»
Aktionsplan Sauberkeit
in Landau
«
auf den Weg bringen. Wie man hört und sogar aktuell sehen kann, wird das endlich
in Schwung gebracht.
Die Stadtreinigung ist ein komplexes, nicht einfach zu beackerndes Feld. Die Meldungen und
Beschwerden der Bürger und der Gäste der Stadt zeigen auffällige Schwerpunkte mangelnder
Sauberkeit, die gezielt anzugehen sind.
Zuerst sind das die Kernstadt und die Fußgängerzone mit den Abfallbehältern, die vor allem
im Fokus der Besucher stehen (s.Bilder 1). In der Fußgängerzone gilt Reinigungsklasse III;
d.h., Kehren und Leeren der Abfallbehälter von Montag bis Freitag zweimal täglich (morgens
und nachmittags), am Samstag jedoch nur einmal (erstaunlich, da dann die Frequenz am
höchsten ist), ebenso am Sonntag nur einmal. Mindestens am Samstag muss das auch
zweimal geschehen.
Außerdem ist Nassreinigen zwingend erforderlich, vor allem am Boden um die Abfallbehälter
herum und auf deren Abdeckplatten. Das ist Aufgabe der neuen Multifunktions-Reinigungs-
maschine. Der EWL hat diese Fehlerstelle inzwischen erkannt; neuerdings werden einzelne,
allerdings bisher nur punktuell ausgewählte Abfallbehälter nass behandelt (s.Bilder 2).
Maßgeblicher Grund für Dreck und Flecken außer Kippen und Kaugummis ist das Essen to go.
(Die Essen to go -Reste locken übrigens auch die Saatkrähen in die Stadt.)
Eindrücklich und wirkungsreich wäre ein Bußgeldkatalog mit drastischen Strafen. Kommunale
Zurückhaltung ist überhaupt nicht mehr angebracht.
Die Einwohner sind nochmals deutlich darauf hinzuweisen, dass sie selbst für die Sauberkeit
des Bürgersteigs vor ihrem Haus verantwortlich sind. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes
sollten die Mahnkarten austeilen und könnten hartnäckige Verweigerer feststellen.
Außerdem sind die Bürger aufzurufen, die Dreckecken zu melden und zu dokumentieren.
Das Scherben / Dreck weg-Telefon (die Betonung liegt auf „Dreck weg“) wird viel zu wenig
genutzt, was auf Desinteresse und das fehlende Engagement, das nun zu aktivieren ist,
schließen lässt.
Ein Spezialaspekt sind die drei Unterflur-Abfallgruben in der Gerberstraße, die die Abfälle
über einen längeren Zeitraum (2 Wochen bzw. 1 Woche im Sommer) sammeln. Besonders
in der warmen und durch den Klimawandel zunehmend regenreichen Jahreszeit führen die
größeren Leerungsintervalle zu Feuchte, Gären und Gestank in den Gruben.
– 2
– 2 –
Das ist nicht zu begreifen, denn die EWL-Mitarbeiter leeren die zahlreichen normalen Abfall-
behälter, die in nächster Umgebung stehen, ohnehin täglich. Der Einsatz des Multifunktions-
Reinigungsfahrzeugs in Zeitabständen bedeutet sogar einen höheren Arbeitsaufwand.
Auf jeden Fall müssen die Abfallbehälter und speziell die Unterflurgruben routinemäßig nass
gereinigt werden (s.o.).
Ein Sonderproblem ist der Unterflur-Abfallbehälter vor der Gerberstraße 40. Der Standort ist
ganz unmöglich und kann (50 cm von Textilauslagen entfernt) nur als geschäftsschädigend
bezeichnet werden (s.Bilder 3). Diese Grube sollte unbedingt abgeschafft und durch zwei
Normalbehälter am Eingang der Gerberstraße ersetzt werden. Das Gegenargument, eine
bauliche Maßnahme sei schwierig durchzusetzen, zieht nicht, denn Verfüllen der Grube und
Neuaufstellen ist leicht zu bewerkstelligen.
Zum Schluss noch als Extremfall der desolate Zustand des öffentlichen WC am Rathaus,
der nun schon mehrere Wochen anhält (s.Bilder 4). Kommentar überflüssig.
Die Stadt erwartet eine starke Kampagne für den Aktionsplan über alle Medien:
städtische Homepage, Flyer, Plakate, Rheinpfalz und und und.
Wirkungsvoll wäre, die Abfallbehälter mit „Müllschlucker“ und „Saubertonne“ zu beschriften.
Das würde in der Fußgängerzone viele Bürger augenfällig und wiederholt erreichen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Ernst-A. Dumröse

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1 Kommentar

  1. Sauberkeit und Ordnung. So soll es sein in Landau.
    Die Ausführungen zu den Unterflurbehältern der Fußgänger-Zone,, die bis zu 2 Wochen nicht geleert werden mit entsprechenden Düften, sind als vollkommen richtig hervor zu heben.
    Es fehlt noch der Hinweis auf die Zustände im Landauer Bahnhof – aber für den ist ja die Deutsche Bundesbahn zustänig. Ausserdem wurde das Thema sowohl in zahlreichen Leserbriefen der Lokalausgabe der Rheinpfalz als auch im der jüngsten Stadtrats-Sitzung – allerdings eingebracht von einzelnen Bürgern im rahmen der Einwohner-Fragestunde – behandelt. Also „Saubere Palz – Gott erhalt´s.

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