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Gepostet by on Feb 17, 2017 in Allgemein, Baum, Bürgerbeteiligung, Dr. Maximilian Ingenthron, Einzelhandel, Klima, Landau, Meinungsfreiheit, Radfahren in Landau, Umwelt, Verkehrspolitik | Keine Kommentare

Bürgerinformation am 16.02.2017 über Straßenausbau Ostbahnstrasse

Überraschend viele Verwaltungsangestellte und Bürger – letztere meistens Anwohner oder anliegende Geschäftsleute der Ostbahnstrasse – fanden gestern den Weg ins Gemeindehaus der Katholischen Pfarrgemeinde Hl. Kreuz.

Was mir als erstes auf meinem Platz auffiel, war die falsche Bezeichnung der Veranstaltung als „Bürgerinformations-Veranstaltung“, hatte der Beteiligungsrat in seiner 1. Sitzung doch beschlossen, dies als Informations- und Bürgerbeteiligungs-Veranstaltung  zu benennen. Immerhin wurde von der Moderatorin in Aussicht gestellt, am Ende der Veranstaltung ein Meinungsbild bzgl. der besprochenen Themen zu erstellen – was dann auch geschah.

Was im Verlauf weiter auffiel, war, dass ein Schwerpunkt der Veranstaltung auf dem Erhalt des Platanen-Ensembles lag. Vier von fünf dieser Bäume sollten dem Strassenbau zum Opfer fallen. Überraschend war dies, weil im Vorfeld der Veranstaltung seitens der Verwaltung immer behauptet wurde, man könne über Fällung oder Erhalt der Bäume nicht mehr reden, die Planungen seien abgeschlossen und verändert werden könnten nur noch Details der Planung.

Das dritte Überraschende war dann auch, dass plötzlich doch über Grundlegendes diskutiert wurde, sowohl was die benannten Platanen betrifft -dies war in der Regieplanung so nicht vorgesehen – als auch über den anderen Ausbau-Abschnitt der westlichen Ostbahnstrasse.

Hier stellte die Verwaltung drei Planungs-Alternativen vor, die sich im wesentlichen dadurch unterschieden, wie viele Parkplätze geschaffen sollten und für wie viele (neu zu pflanzende Bäume) dann noch Platz ist.

An möglichst vielen Parkplätzen hatten erwartungsgemäß die anliegenden Gewerbetreibenden und Dienstleister (Post, Sparkasse, etc.) ein Interesse, während  vom ADFC-Vertreter und Stadtrats-Mitglied Lichtenthäler die jetzt schón unübersichtliche und gefährliche Situation für Radfahrer benannt wurde, die sich bei großer Anhäufung von Parkplätzen noch verschlimmern würde.

Leider kam ein wesentlicher Aspekt, nämlich die der gehbehinderten Menschen, nur am Rande zur Sprache. Hier hätte Betroffene oder auch der Behinderten-Vertreter der Stadt wohl noch wichtige, abwägungsrelevante Aspekte einbringen können.

Zumindest ein kleiner  Teilerfolg konnte von den selbsternannten Baumschützern verbucht werden: das Zugeständnis des Bau-Bürgermeisters Ingenthron, dass die Bäume nicht – wie befürchtet – schon bis Ende Februar 2017 gefallt werden, sondern noch fast ein Jahr stehen bleiben und für die Verbesserung der Luft, Reinigung der Abgase und schattige Plätzchen sorgen werden.

Damit dürfte es mit neu gepflanzten Bäumchen im nächsten Jahrzehnt erstmal vorbei sein. Ich freu mich schon auf den nächsten heißen Sommer.

 

Übrigens wurde diese Veranstaltung gefilmt und soll  demnächst auch im Internet nach zu verfolgen sein.

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