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Gepostet by on Jan 24, 2017 in Ärgerliches, Baum, Bürgerbeteiligung, Dr. Maximilian Ingenthron, Gelebte Demokratie, Klima, Kommunalpolitik, Landau, oberbürgermeister, Umwelt | Keine Kommentare

Presseerklärung der BI PRO BAUM zu geplanten Baumfällungen in der Ostbahnstrasse

Zur geplanten Erneuerung der Ostbahnstrasse zwischen Post und Ostring-Center mit Fällung von 5 Bäumen auf der Südseite und Setzen junger Bäume auf der anderen Seite geben wir folgende Stellungnahme ab:

Bei allem demokratischem Respekt vor dem Zustandekommen der Ausbauentscheidung zur Ostbahnstraße, von ProBaum sehen das Verfallsdatum hierfür als längst „abgelaufen“ an.

Die vor mehr als 10 Jahren gemachte Planung , die im mit Bürgerbeteiligung im sog. Werkstatt-Verfahren durchgeführt wurde und die jetzt umgesetzt werden soll, entspricht nicht mehr den Anforderungen unserer Zeit.

Auch kann die Haltung des für den Strassen-Ausbau zuständigen Bürgermeister Dr. Ingenthron  , dass im Rahmen einer erneuten aktuellen Bürgerbeteiligung  „nicht die grundsätzliche Gestaltungsplanung thematisiert werden kann, wozu auch die Baumdiskussion zählt“, so nicht akzeptiert werden.

In keiner Weise möchten wir, als Umwelt und Natur bewussten Bürger, eine weitere Verschlechterung unserer Lebensbedingungen in unserer Stadt Landau mehr hinnehmen.

Klimawandel, Erd- und Städte-Erwärmung, ebenso eine rasant zunehmende Feinstaubbelastung (Smog) zu nennen. Auf Grund der weltweiten dramatischen Klimaveränderungen sehen wir einen dringenden Handlungsbedarf auch der Kommunen. Die Städte und  Kommunen sind auch auf internationaler Ebene (Klimaschutz-Vertrag von Paris) beim Kampf gegen den Klimawandel ausdrücklich als Akteure benannt und in die Pflicht genommen. Es besteht demgemäß auch für die Stadt Landau Änderungsbedarf auch in der aktuellen Gestaltungsplanung der Ostbahnstraße.

Der vor mehr als 10 Jahren abgehaltene Werkstattkreis hat das Thema Klimawandel mit aller Wahrscheinlichkeit nicht in dem Maße berücksichtigt wie es heute erforderlich ist.

Anders als von der Stadtverwaltung nun behauptet, wurde der Erhalt des alten Baumbestandes auch nur am Rande beim damaligen Werkstatt-Prozeß thematisiert und nahm jedenfalls keinen breiten Raum in der Diskussion ein. Dies haben uns zwei damals am Werkstatt-Prozess beteiligten Personen bestätigt,

 

Inhaltlich wollen wir zur bisherigen Planung klarstellen:

Nicht die vorhandenen Bäume sind das Problem, sondern die geplanten Neupflanzungen auf der Gegenseite mit Beibehaltung der zwei Parkreihen.

Wir fragen uns, ob nicht zugunsten des alten Baumbestandes auf eine Parkreihe (entspr. ca. 5 Parkplätzen) verzichtet werden kann, denn nach der sich abzeichnenden Entwicklung wird das Auto in der Zukunft nicht mehr die Rolle einnehmen wie bisher. Die Ausbauplanung der Ostbahnstraße sieht dies jedoch leider noch so vor. Bäume sollen auf Kosten von Parkplätzen und einer für die damalige Zeit noch gängigen Ausbauästhetik geopfert werden.

 

Vor Ort wurde ausserdem festgestellt, dass auch  bei Erhalt der Bäume in den Räumen dazwischen 5 Parkbuchten – bei nur geringfügiger Änderung der Planung – geschaffen werden können.

 

Denn zur Klimaverbesserung tragen ausgewachsene Bäum viel mehr bei als die geplanten, sog. großen „Kleinbäume“. Selbst in größerer Zahl gepflanzt verringern sie nicht unsere Klimaprobleme in der Stadt, bzw. erst in ferner Zukunft!

 

ProBaum begrüßt die in der Neujahrsrede unseres Oberbürgermeisters Thomas Hirsch angesprochene Klimaschutzkonzeption für unsere Stadt ausdrücklich.

Unsere Stadtpolitik ist aufgefordert entsprechend zu handeln, ein starkes Zeichen für die Zukunft und für den Klimaschutz zu setzen und durch den Erhalt des alten Baumbestandes das (Mikro-)Klima in Landau zu verbessern.

 

PROBAUM wird sich daher an einer Konzeptionserarbeitung beteiligen mit dem Ziel, Unser Stadtklima deutlich, schnell und nachhaltig zu verbessern!“

 

PROBAUM – Für eine liebens- und lebenswerte Stadt Landau

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