REGISTRIEREN
EINLOGGEN
Pages Menu
Categories Menu
get_wp_user_avatar

Gepostet by on Jul 30, 2015 in Allgemein, Bürgerbeteiligung, Kommunalpolitik, Landauer Denkmäler | Keine Kommentare

Rettung des Hauses zum Maulbeerbaum jetzt möglich

Anläßlich der Gründung einer Genossenschaft zum Erhalt des Haus´ zum Maulbeerbaum am 23.07.2015, in der über 50 Personen Mitglied der Genossenschaft wurden, liefern hier noch einmal die Fakten und den Stand der Dinge zur wohl ersten und  ältesten Landauer Herberge von Landau – fein recherchiert und abgeschrieben von der Homepage des Vereins zur Rettung eben jenes Hauses: 

Das älteste und besonders geschichtsträchtige Haus Landaus, das „Haus zum Maulbeerbaum“, verfällt seit Jahren zusehends. Um dem entgegenzuwirken, gründete sich 2011 der Verein „Freunde des Hauses zum Maulbeerbaum Landau e.V.“ Die Stadt Landau sucht seit 2013 einen Investor zur Sanierung des Gebäudes. Vereinsmitglieder haben die Idee entwickelt, dass die Landauer Bürgerschaft den Erhalt selbst in die Hand nehmen kann, um damit das Gebäude auch für eine öffentliche Nutzung zu erhalten. Damit wäre – anders als bei einem privaten Investor – eine angemessene, behutsame Nutzbarmachung des Baudenkmals gewährleistet. Zur Umsetzung dieses Plans bietet sich die Rechtsform der Genossenschaft eG an.

 

Schritt für Schritt – Entwicklungsphasen der Genossenschaft:

  1. Juristische und wirtschaftliche Prüfung, ob und in welchem Umfang das Projekt zu realisieren ist (= Projektentwicklung 1).

Zeitgleich Werbung um Genossenschaftsmitglieder und Sponsoren.

  1. Sicherstellung der Finanzierung und des wirtschaftlichen Betriebes des Hauses (= Projektentwicklung 2).
  2. Kauf und Sanierung der Immobilie (= Bauphase).
  3. Vermietung der Räume (des nicht öffentlich genutzten Bereichs); Erzielung von Mieteinnahmen zur Deckung der Finanzierungs- und Unterhaltungskosten (= Betriebsphase).

 

Unsere Leitlinien für ein Nutzungskonzept

  • Ziel: angemessene, behutsame Nutzung des Baudenkmals
  • Kein Ausbau der Dach- und Kellerräume für Wohnzwecke
  • Keine denkmalpflegerisch problematischen Anbauten ( Balkone, Gauben etc.)
  • Einbeziehung des Gebäudes Marktstraße 94 als Café und Wohnräume
  • Erdgeschossnutzung: Festsaal/Tagungsraum und Café (Marktstraße 94)
  • Obergeschosse: Wohn- oder Büroräume (flexible Grundrisse)
  • Planung eines attraktiven öffentlichen Innenhofs

 

Vorläufige Kostenschätzung

800.000,00 €          Zuschuss der Stadt + in Aussicht gestellte Fördergelder

820.000,00 €          Erforderliches Eigenkapital durch Genossenschaftsanteile und

Sponsorenbeiträge

1.080.000,00 €         Kredit

2.700.000,00 €         Sanierungskosten

 

689 m²      Nutzfläche

3.920,00 €      Herstellungskosten pro m² Nutzfläche

6.472,00 €      monatlich erzielbare Mieteinnahmen

6.282,00 €      monatliche Kreditrate und Rücklagen

 

 

 

700 Jahre „Haus zum Maulbeerbaum Landau“

Ende 13. Jahrhundert   Erbauung „Haus zum Maulbeerbaum“

1488-1671   Im Besitz der Stadt: Nobelherberge für Adlige und andere

hochgestellte Gäste

1522  Ritterversammlung unter Franz von Sickingen: Gründung des Landauer Bundes

1689   Beschädigung des Gebäudes durch den großen Stadtbrand: Wiederaufbau in der heutigen Gestalt

1873-1937/38   Erwerb durch die jüdische Landauer Familie Dannheisser: Nutzung als Kolonialwarenhandlung und Gasthaus (für Marktbesucher und Händler)

bis 1984   In wechselndem Privatbesitz: zunehmender Verfall des Gebäudes

1984   Stadt stellt das Gebäude unter Denkmalschutz: Erhaltung eines historisch bedeutenden Landauer Kleinodes

bis 2002   Wechselnde Besitzer: keine wesentlichen Erhaltungsmaßnahmen

seit 2002   Erwerb durch Stadt Landau: Leerstand; ausschließlich Erhaltungsmaßnahmen zur statischen Sicherung

VN:R_U [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

Kommentar absenden