REGISTRIEREN
EINLOGGEN
Pages Menu
Categories Menu
get_wp_user_avatar

Gepostet by on Apr 22, 2015 in Allgemein, Dr. Maximilian Ingenthron, Gelebte Demokratie, Kommunalpolitik, Politiker direkt! | 2 Kommentare

OB Kandidaten Dr. Maximilian Ingenthron beim Stammtisch der Landauer-Stimme und Mehr Demokratie

Am Dienstag den 7.4.2015 durften wir zum Stammtisch der Landauer-Stimme im Eckhaus, Westbahnstraße, den Oberbürgermeisterkandidaten der SPD, Herrn Dr.Ingenthron begrüßen. Diese Einladung erfolgte in der Kooperation mit dem Ortsverein Mehr Demokratie.

Ziel unserer Veranstaltungs-Reihe ist es, die OB-Kandidaten der Stadt in einen Gesprächsdialog mit interessierten Bürgern zu bringen und sie mit ausgearbeiteten  „Wahlprüfsteine zur Oberbürgermeisterwahl in Landau“ zu konfrontieren.

Diese Frage-Liste wird allen Kandidaten zur Beantwortung vorgelegt, die dann anschließend auf der Internetseite der Landauer-Stimme veröffentlicht werden.

 

An diesem Abend fanden 20 Personen, auch Mitglieder der Gruppierungen Attac, BUND, UBFL, SPD und Piraten, den Weg zu unserem Stammtisch im Eckhaus. Darüber waren wir sehr angenehm überrascht.

Im Vorfeld ermöglichte uns Herr Dr.Ingenthron mit seinen 12 Punkten Wahlprogramm auf diesen Abend vorzubereiten, was die interessierte Gruppe auch tat.

 

Ich begrüßte den schon seit langem im Stadtrat, in verschiedener Funktion für die SPD tätigen Landauer Bürger und OB Kandidaten Dr. Maximilian Ingenthron und alle Anwesenden.

Wir vereinbarten uns zum folgenden Abendablauf, dass er nach seiner persönlichen Vorstellung allgemeine Fragen zu seinen 12 Punkten Wahlprogramm beantwortet.

Sein Bürgeranschreiben und Wahlprogramm liest sich flüssig und scheint auch schlüssig zu sein, fast so, als könnte es zum Muster für Alle weiteren OB-Kandidaten werden.

 

MaximilianIngenthron-MeinProgrammfuerLandau.pdf

 

Wir konnten mit dem SPD Kandidaten ein politisches Schwergewicht befragen, der in den letzten Jahren die Geschicke von Landau mitgelenkt hat.

Herrn Dr. Ingenthrons Engagement ist es zu verdanken, dass wir 2015 eine Landesgartenschau ausrichten dürfen. Die Eröffnung erfolgte vor einigen Tagen.

 

Die Veranstaltungs-Probleme hat unser scheidender OB Schlimmer abgearbeitet. Dabei ging er hemdsärmelig und sehr rustikal ans Werk und einige Male, ganz offensichtlich, am Bürger vorbei. Es scheint so, als habe er sich dabei verschlissen.

Mitsprache, Bürgerbeteiligung, Beteiligungsrat, Planungs- und Gestaltungsrat,

Online-Beteiligungsplattformen, waren nicht ganz seine Themen. Sie sind für seinen Nachfolger und für die nächste Wahlperiode bestimmt.

 

In aktuellem Wahlprogramm des Herrn Dr.Ingenthron steht unter P.7 zu lesen,

Landau gemeinsam gestalten:

„Ich will die Beteiligung der Bürger deutlich ausbauen und das Instrument der Bürgerbefragung zum Element der Willensbildung machen“.

 

Diesen Satz möchte ich mir auf der Zunge zergehen lassen.

Sein Bekenntnis zur Bürgerbeteiligung und dass er sich zum sog. „Landauer Weg“ bekennt, stimmen mich optimistisch. An seinen Taten und der Umsetzung in der Verwaltung wollen wir ihn messen.

Es scheint so, als wäre Herr Dr.Ingenthron der richtige Mann für die zukünftige Kommunikation.

Mit einer Hochgeschwindigkeitsbreitbandverbindung für jedermanns Haushalt möchte er uns ins die „Multimediamegatotale-Welt“ bringen.

Ein ganz wichtiger Schritt für die Wirtschaft und eines seiner Themenschwerpunkte!

Landau soll aufblühen.

-Die bestehenden Wirtschafts- und Einzelhandelskonzepte sollen verstärkt und ausgebaut werden.

-Er steht für ein vorausschauendes Flächenmanagement sowie für ein schnelles Genehmigungsverfahren.

-Die Zusammenarbeit mit anderen Wirtschaftsregionen wie Rhein-Neckar Region, Metropolregion Oberrhein und Region Pamina möchte er intensivieren und die Verbindungslinien verbessern.

Landau als Wirtschaftsstandort, dazu gehört für Sie Herr Dr.Ingenthron

-eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der Universität und der Stadt,

hochqualifizierte Fachkräfte in die Region einbinden.

-Innenstadt- und Wirtschaftsforen als Orte der Diskussion

-optimale Nutzung von Einzelhandelsflächen

-Verleihung eines Existenzförderpreises

-Landau als größtes Weinbautreibende Gemeinde stärker für den Tourismus nutzen

-Hotelkapazitäten steigern und besser ausnutzen

-die gastronomischen Angebote zur Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität ausbauen und ergänzen.

Herr Dr.Ingenthron möchte gerne am Einzelhandelskonzept der Stadt festhalten und sieht sich dabei auf dem richtigen Weg. (Der Einzelhandel hatte in der Vergangenheit so manches „Problemchen“ mit der Stadt auszutragen, wie ersatzlose Parkraumbeseitigung, Besteuerungen, Verwaltungs- und Regel-Vorschriften, Knöllchenbrigarde und, und, und…)

 

Weiter wünschen Sie sich größere, innerstädtische Ladenflächen um wichtige Anbieter an den Standort Landau zu bringen.

Offensichtlich geistert der Geist eines „Giga-Einkaufscenters in der Innenstadt“ noch in unseren Politikerköpfen herum. (Wo, Wer, Wie bitte?) Teile des Einzelhandels und der Bürgerschaft sehen hierfür keine Notwendigkeit!

 

Sie möchten eine Bündelung der Kräfte: Das bedeutet die Zusammenführung von Büro und Tourismus, Stadtmarketing und AKU in ein Wirkungsvolles City- und Tourismusmanagement bzw. eine Marketing- und Tourismusgesellschaft.

Die Chemie mit dem Handel und der Stadt stimmte in der zurückliegenden Zeit nicht. Ob sie mit einem „Zusammenschluss“ verbessert wird, möchte ich bezweifeln!

Solange keine Zwangsabgaben eingeführt werden ist es mir als Einzelhändler egal, wer mit wem was anfängt.

 

Die Radfahrer in unserer Stadt wünschen sich mehr Radfahrwege und diese sollen geschaffen werden. Da die Fahrbahnen nicht verengt und verkleinert werden können(Königsstraße), müssen zwangsläufig Parkplätze geopfert werden, so meine Vermutung.

In einem Ihrer Wahlkampfpunkte sprechen Sie von einem Mobilitätskonzept, deren Inhalte sind

-Verkehrssicherheit durch genügend ausgewiesene 30 km Zonen

-Verstärktes Rechts- vor Links Regelungen,

-Lärmreduzierung und Kontrolle des fließenden Verkehrs,

-Ampelanlagen durch Minikreisel ersetzt werden.

-Einführung des Bezahlens per Mobiltelefon

 

Zum Konzept gehört ebenso der Ausbau des öffentlichen Nah- und Fern-Verkehrs durch bessere Verknüpfungen.

Viele Bürger wird es freuen, dass Sie sich gegen einen durchgängigen vierspurigen Ausbau der B10 ausgesprochen haben und Sie das Prädikat Biosphärenreservat Pfälzerwald nicht gefährden wollen.

 

Keine Windräder im Pfälzerwald“! Sie bedauern die getroffene Entscheidung.

Prog. 9 Für eine intakte Umwelt heute und morgen: Ich will die Energiewende in der Region umsetzen

Solarenergie, Biomasse, Windkraft, Geothermie, alles Themen die uns in der nächsten Zeit beschäftigen werden.

Sie setzen auf Nachhaltigkeit und lehnen Fracking zur Gewinnung fossiler Brennstoffe ab.

Das unliebsame Thema der Vergangenheit, „Sozialer Wohnungsbau“, ist schneller an die Spitze der Dringlichkeitsliste gekommen wie uns Allen lieb ist.

Im Wahl-Programmpunkt 2, Wohnen und leben:Ich will ein Landau, das für alle attraktiv und bezahlbar ist“,

 

Erlauben Sie mir Bitte zur Vermarktungsstrategie der Stadt etwas zu sagen.

Es ist für mich unverständlich, wenn Sie in der Vermarktung städtischem Grundbesitz sich nicht in erster Linie an der Rendite orientieren!! (Die angemahnte Rückabwicklung von Grundstücken auf dem Gartenschaugelände erbrachte zusätzlich ein paar Milliönchen)

Beim Verkauf städtischer Gebäude mag das anders aussehen.

Viele Bürger sind sicherlich Ihrer Meinung, wenn Sie Wert auf eine qualitätsvolle Stadtentwicklung legen und nicht den Profit in den Vordergrund stellen.

 

Eine anhaltende, schlechte Wirtschaftslage, zusätzliche Asylanten- und Flüchtlings- Unterbringungen, sowie eine Doppelte Studentenzahl (vor einigen Jahren) führte zur Verknappung am Sozialen- Wohnungsmarkt. Offensichtlich haben unsere Stadtpolitiker das Problem falsch eingeschätzt und sich vergaloppiert. Trotz gebauter Studentenwohnheime ist leider keine Entspannung am Markt eingetreten.

Anreize für Investoren können bei der niedrigen Zinspolitik nicht groß genug sein, denn die Renditen bei den derzeitigen, gezahlten, freien u. ungebundenen Mieten sind beachtlich hoch.

Städtische Wohnungsbaugesellschaftfür bezahlbaren Wohnraum könnte eine von vielen Lösungen sein und zur Entlastung beitragen.

 

Vielen Dank für die offen geführte Diskussion und für Ihre Geduld!

Verzeihen Sie mir Bitte meine kritische Haltung in einigen Ihrer Programmpunkte. Im Wissen, dass Sie in der angestrebten Position mit Kritik umgehen können und müssen habe ich versucht, Sie in der Gesamtheit zu verstehen. Mein Gedächtnisprotokoll ist mit Ihrem Wahlprogramm zusammen entstanden und der Leser hat die von Ihnen gegebene Möglichkeit, alle Punkte und Einzelheiten nochmals nachzulesen. Dabei wird er seine eigene Meinung bilden.

 

Herr Dr.Ingenthron, Ihre jahrelangen Dienste für die Stadt und für das Land zeichnet Sie in besonderer Weise aus. Als Kenner der Politischen Kultur sehe ich Sie befähigt, die Geschicke der Stadt zu lenken. Sie blicken in die Zukunft und Handeln im Sinne der Stadt Landau.

Ich wünsche Ihnen für Ihren Wahlkampf alles Gute und das Beste sich wünschenswerte Wahlergebnis.

 

Reinhard Dubronner,

Landauer-Stimme und Mehr Demokratie

VN:R_U [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

2 Kommentare

  1. Anmerkung

    Wir haben zuletzt ein produktives Informationsgespräch mit dem Kandidaten der SPD – Hr.Dr. Ingenthron – geführt, das insgesamt sehr intensiv war ( ca. 3 Stunden ohne ,dass sich die Runde auflöste ) und den Anwesenden die Gelegenheit gab auch ihre speziellen Fragen und Anregungen einzubringen.
    Aus Sicht von Mehr Demokratie war erfreulich, dass u.a. vorgesehen ist:
    -frühzeitige Informationen u.a. durch Bürgeronlineplattformen; -Bürgerbefragungen, die bei Zustimmung des Stadtrates auch bindend sein können. Auch die geplanten Gestaltungsbeiräte stellen einen Fortschritt, aber nur wenn die Bürgerschaft umfassend informiert wird und die Möglichkeit von Meinungsäusserung besteht.
    Ergänzungen zielten bes. auf mehr Informationen über kommunalen Rechte wie Bürgerbegehren und Bürgerentscheide sowie ein „besseres“ Amtsblatt.

    Mit direktdemokratischen Grüssen
    Regionalgruppe Pfalz
    Dr.Fritz Marz, Mehr Demokratie

    VN:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
  2. Obwohl – oder gerade weil? – mir Hr. Dr. Ingenthron menschlich sympathisch war, war ich von seiner Vorstellung sehr enttäuscht.
    An erster Stelle steht bei ihm die Wirtschaft und nicht die Wählerinnen und Wähler…
    Einsatz für die Benachteiligten? Antwort: Ich will OB für alle Bürgerinnen und Bürger sein (was zuerst einmal richtig ist, dann aber von einem Sozialdemokraten sozial gewichtet werden müsste).
    Radwegkonzept für Landau – Fehlanzeige!
    Insgesamt war Hr. Dr. Ingenthron wachsweich, keinerlei Festlegung! Nicht einmal auf die vorgeschlage Formulierung „…dafür werde ich mich mit meiner ganzen Kraft einsetzen“ war er bereit zu übernehmen!
    Enttäuschend!
    Ralf-D. Heydolph

    VN:F [1.9.22_1171]
    Rating: 8.0/10 (1 vote cast)

Kommentar absenden