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Gepostet by on Apr 11, 2014 in Dürphold, FWG | 2 Kommentare

Frage an Dürphold, FWG

Gerne möchte ich auf die neu geschaffene Möglichkeit in der Rubrik „Politiker direkt“ hinweisen, über die Fragen von Bürgern an kommunalpolitisch Aktive gestellt werden können. Sowohl Frage als auch Antwort werden auf der Seite veröffentlicht.

 

Ich (…) darf Ihnen als erstem Kommunalpolitiker / der FWG als erster politischer Gruppierung die folgende Frage stellen:

1. Frage an Herrn Michael Dürphold, 1. Vorsitzender der Freien Wahler (FWG) Landau:

„Bekanntlich möchte der Beigeordnete und Umweltdezernent der Stadt Landau, Herr Rudi Klemm, den Pfälzerwald generell bzw. den der Stadt Landau gehörenden Stadtwald. Dies, obwohl laut entsprechenden Studien die Zielvorgaben des Landes über den angestrebten Anteil der Windkraft an erneuerbarer Energie auch ohne die Nutzung von Flächen des Pfälzer Waldes zu mehr als 100 % zu erreichen sind. ;it anderen Worten: Die Nutzung des Pfälzer Waldes zur Erzeugung von Windkraft ist nicht nötig.

Gleichwohl befürwortet Herr Klemm – laut Zeitungsbericht – die Errichtung von Windrädern – sofern wirtschaftlich realisierbar – auf dem Taubensuhl, weil Landau ja sonst keine geeigneten Flächen für Windkraft besäße.

Besteht innerhalb der FWG Konsens darüber, dass, sofern wirtschaftlich, sich in absehbarer Zeit auf dem Taubensuhl Windräder drehen und der Wald durch die zu schaffende Infrastruktur wesentlich beeinträchtigt wird? Gibt es hierzu innerhalb der FWG abweichende Meinungen

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Frage an Dürphold, FWG, 4.0 out of 10 based on 2 ratings

2 Kommentare

  1. Schade, dass die erste Frage über unsere Rubrik „Politiker direkt“ der Landauer Stimme keine Antwort bekommen hat.
    Die Frage wurde vor ca. 5-6 Wochen gestellt. Vor einer Woche wurde nochmals an die Beantwortung erinnert. Bis heute ist dies nicht geschehen und steht wohl auch nicht mehr zu erwarten.
    Auf eine mündliche Anfrage an den FWG-Vertreter Volkhard, der auch im Stadtrat sitzt, erklärte dieser, er wisse nicht, ob man diese Frage überhaupt beantworten werde. Man sei der Meinung, sie sei „sehr suggestiv“.

    Nun, das mag sein, spiegelt jedoch nur den Standpunkt des Fragestellers zu Windkraftnutzung im Pfälzer Wald (nicht: der Windkraftnutzung generell) wider. Um es klar zu sagen: Das Argument „Keine Verspargelung der Landschaft durch Windräder“ ist für mich kein ernst zu nehmendes Argument. Ich sehe lieber Windräder in der Landschaft (von mir aus auch am Haardtrand) stehen als die verflüssigte Abwärme von Kohle- oder Atomkraftwerken vo den Kühlturmen in die Luft steigen – Symbol einer veralteten und nicht mehr zu verantwortenden Energiegewinnung.
    Nur: Der Anteil an erneuerbarer Energie durch Windkraft kann ohne Not durch Platzierung an anderen, kein Bioreservat zerstörenden Standorten erreicht werden. Es geht nicht um ästhetische Aspekte, es geht vielmehr um den Erhalt noch verbliebener Rückzugsräume für Tier und Mensch. Der Flächenverbrauch für die Errichtung von Windkraftwerken ist im Wald um vieles höher als zum Beispiel in der Rheinebene, bei gleich oder ähnlich giter „Windhöffigkeit“ (Fähigkeit, Wind zur Energiegewinnung zu nutzen), schon allein wegen der Notwendigkeit , riesige Schneisen in den Wald zu schlagen, um die Windräder an den Standort zu transportieren. Diese Wege sin in der Ebene in aller Wege schon vorhanden, was den Flächenverbrauch reduziert. Ausserdem muß der Baumbestand auch zwischen den Windrädern beseitigt werden, damit keine Widerstände dem Wind entgegen stehen.
    Vielleicht wäre das alles ja noch hin zu nehmen, wenn die Windnutzung zwischen den Kommunen und einzelnen Regionalverbänden abgestimmt werden würde. Dies ist aber nach den derzeitigen planerischen Vorgaben aber gerade nicht der Fall, so dass ein Wildwuchs von Windrädern im Pfälzer Wald droht, weil jede Kommune für sich Windräder aufstellt je nach Wirtschaftlichkeit und politischen Widerständen der heimischen Bevölkerung, nicht jedoch abgestimmt durch sinnvolle Regional- oder Landesplanung.

    Hierfür tragen allerdings nicht die „windkraftwilligen“ Kommunen, sondern die Landesregierung die Verantwortung.

    Es ist auch bezeichnend, dass fast ale Umweltverbände (mit Ausnahme des BUND, der hier gespalten ist), in der Vergangenheit vehement die energetische Nutzung von Windkraft befürwortet und teil vehement gefordert hatten, nun gegen die Windräder Sturm laufen. Es sind eben nicht nur die hinterwäldlerischen Pfälzerwald-Vereinler, die die Zerstörung „ihres“ Pfälzerwaldes verhindern wollen, sondern fachkompetente Umweltverbände, die nicht die Frage des „Ob“, sondern de Frage des „Wie“, also der Umsetzung stellen. Rein wirtschaftliche Aspekte (zu der auch Subventionen für Windkraft gehören, bieten jedenfalls keine Grundlage für ausgewogene Entscheidungen.

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  2. Hallo.

    Ich kann, ehrlich gesagt, gut verstehen, dass „die Frage“ nicht beantwortet wurde.

    Zitat: „Besteht innerhalb der FWG Konsens darüber, dass, sofern wirtschaftlich, sich in absehbarer Zeit auf dem Taubensuhl Windräder drehen und der Wald durch die zu schaffende Infrastruktur wesentlich beeinträchtigt wird? Gibt es hierzu innerhalb der FWG abweichende Meinungen“

    Diese Frage ist, so wie sie gestellt wurde, nur mit „Ja“ zu beantworten, wenn man in der FWG glaubt, dass sich dort Windräder drehen werden, dass der Wald durch die zu schaffende Infrastruktur wesentlich beeinträchtigt wird und sich außerdem alle FWG-Mitglieder darüber einig sind. Wer aufmerksam gelesen hat, stellt fest, dass gar nicht danach gefragt wurde, ob die FWG das befürwortet. Es wurde nur danach gefragt ob die FWG-Mitglieder übereinstimmend glauben, dass es so kommt. Diese Frage kann Herr Dürphold aber wahrscheinlich und hoffentlich gar nicht beantworten. Woher soll er auch wissen, was die FWG-Mitglieder glauben? Selbst wenn er es wüsste oder ahnen würde, würde sowohl ein „Ja“ als auch ein „Nein“ einen falschen oder irreführenden Eindruck erwecken, sofern er ehrlich antworten würde.

    Relevanter und klarer wäre imho eine Frage nach der Position der FWG-Fraktion zu diesem Thema gewesen und ob es dazu abweichende Meinungen bei den FWG-Mitgliedern gibt. Natürlich weiß ich nicht, ob Herr Dürphold diese Fragen beantwortet hätte. Aber DIESE Fragen hätte ich an seiner Stelle beantwortet. Vielleicht kann er das ja noch nachholen.

    mfg Friedel

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