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Gepostet by on Dez 28, 2011 in Allgemein, Archiv | 6 Kommentare

Bombenfund auf dem Landesgartenschau Gelände, weitere Funde sind nicht ausgeschlossen!

Bombenfund auf dem Landesgartenschau Gelände, weitere Funde sind nicht ausgeschlossen!

Mit einem Stichprobenplan (Probebohrungen und Messungen) lässt sich statistisch  gesehen, die Wahrscheinlichkeit Kampfmittel und Bomben zu finden, sehr gut beurteilen.
Somit, waren die Anforderungen zur Übergabe des ehemaligen Kasernengeländes erfüllt.
Die jüngsten Bombenfunde erfordern nun, eine 100%ige Überprüfung des gesamten Geländes, und nicht nur stichprobenartig.
Die Sicherheit aller, muss trotz des enormen Zeit- und Finanzierungsdruckes den höchsten Stellenwert einnehmen. Schlimmstenfalls  müsste die Landesgartenschau verschoben werden, was ich persönlich sehr bedauern würde.
Uns bleibt keine andere Wahl, als in den saueren Apfel zu beißen und deshalb wünsche ich  allen Entscheidungsträgern und Ausführenden ein zügiges, gutes und bombenfreies Gelingen.

 

 

 

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6 Kommentare

  1. Zum Dauerbrenner „Landesgartenschau“ hatte ich auch einen Leserbrief an „Die Rheinpfalz“ gesandt, er wurde gedruckt und passt auch gut hier hin, da er an Aktualität nicht verloren hat:


    Bereits bei den vorangegangenen Landesgartenschauen (LGS) konnten wir lernen, dass diese zum Einen immer teurer wurden und zum Anderen, dass sie mutmaßlich einem Geflecht von immer den gleichen Profiteuren unterliegen, die karavanenartig von LGS zu LGS wandern und sich die Aufträge durch verstöße gegen das Vergaberecht zuschustern (wie seinerzeit auch in Trier und Bingen beanstandet).

    Verlierer: der Steuerzahler. Gelernt haben die jeweiligen Auftraggeber nichts.
    Die LGS sind immer ein Zuschussgeschäft, generieren hohe Folgekosten, die Vergabepraktiken werden fast jedes mal beanstandet, die folgenden Strafverfahren werden folgenlos eingestellt. Die Verantwortlichen versagen aus Berechnung, Unvermögen oder Eitelkeit. Und unbestechliche Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg halten sich zusätzlich zum ganzen Desaster nun nicht an Hinterzimmerabsprachen. 


    Die Geldmittel waren nie vorhanden, der Schuldenberg wird erhöht. Würde ein Austausch der Profiteure und willigen Politschranzen etwas ändern? Ich befürchte Nein. Das System hat sich abgekoppelt und versagt.
    Sogar ausgebildete Beamte in ihren Fachressorts, vergessen das kleine Einmaleins beim Beantragen von Landesmitteln und Zuschüssen, ignorieren Warnungen des Bundesrechnungshofes, es folgen Schuldzuweisungen auf unterstem Niveau. Vielleicht übernehmen zur Abwechslung mal einige der auf das Gemeinwohl Vereidigten die Verantwortung?
    Mit Spannung erwarte ich neue Hiobsbotschaften aus dem LGS-Klüngel, bzw. das „Ende aller Gartenschauen, wenn es mit der Landauer nicht gut läuft“, wie bereits Umweltministerin U. Höfgen (Grüne) Mitte 2012 prophezeite.

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  2. Zum Ausgangsartikel: Eine statistische Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins von Bomben bzw. Blindgängern durch Stichproben und (seismische) Messungen ist sicherlich nicht grundfalsch. Allerdings müssen die Annahmen stimmen und realistisch sein.
    So lässt sich sicherlich die Wahrscheinlichkeit der Anwesenheit von Blindgängern auf einem Gelände nicht korrekt ermitteln, wenn man – wie in Landau offenbar praktiziert – die meisten Stichproben von nur wenigen Bohrungsstellen entnimmt.

    Dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Wirklichkeit so gar nicht mit der statistischen (Un)wahrscheinlichkeit des Auffindens von Bomben übereinstimmt – quod erat demonstrandum.

    Ein anderer Satz gilt nach wie vor: Glaube nur der Statistik, die Du auch selbst gefälscht hast.

    Durchaus wahrscheinlich (wenn auch nicht statistisch gesehen) bleibt die Prophezeihung der Umweltministerin Höfken in 2012 vom „Ende aller rheinland-pfälzischen Gartenschauen“ nach den Ärgernissen von Landau, die in die Verschiebungab auf 2015 mündete. Zumindest für diese Dekade dürfte dies gelten,und nach Greifen der Schuldenbremse 2020 wohl auch danach.

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  3. 🙁 Harte Worte.
    Aber vieles von der Kritik ist leider wahr.Ich gebe zu Ich bin ein Fan der Landesgartenschau in der Parkstadt Landau.
    Und auch ich habe mich über die Selbstherrlichkeit der Volksvertreter geärgert.Dazu darf ich nur an die Stadtrats-
    sitzung erinnern,in deren öffentlichen Teil ich mich zu Wort gemeldet hatte,und auf meine Frage nach Einbindung der Bürger und der Gewerbetreibenden ,tatsächlich vom Oberbürgermeister gesagt bekam,dies ist eine parlamentarische Demokratie und in einer solchen reagieren nicht die Bürger sondern die gewählten Mandatsträger.(frei aus dem Gedächtniss-sinngem.)
    Nun gut, das scheint zumindest ein bisschen Widerspruch erzeugt zu haben denn kurz darauf wurde der Verein zur Förderung der LGS gegründet.
    Dies beweist aber,das die Bürger sehr wohl Einfluss nehmen können.Sie müssen nur deutlich genug in der Öffentlichkeit (evtl. im öffentlichen Teil der Stadtratssitzungen)Ihren Willen erklären und dann auch,so wie es der große Zuspruch zur Vereinsgründung beweist, sich engagieren.
    Manch einer von uns kennt einen oder mehrere der „Mandatsträger“ oder verwaltende Beamten,

    -Lasst uns schon im Vorfeld mit diesen reden,also,wie die Industrie,Lobbyarbeit machen- !

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  4. Was ich nicht verstehe ist, dass es genügend gute Möglichkeiten gibt nach Bomben zu suchen. So gibt es einmal die Möglichkeit mit Satellitenbildern zu schauen ob in dem Gebiet entsprechende Auffälligkeiten existieren. Dann kann man auch noch mit alten Luftaufnahmen schauen ob in dem Gebiet Bomben abgeworfen wurden. Da praktisch bei jeder Bombenladung ein oder mehrere Blindgänger vorhanden waren, kann somit sicher gesagt werden, dass in diesem Gebiet auch Blindgänger vorhanden sind.
    Aber die effektivste Methode ist immer noch mit Metalldetektoren zu suchen. Dabei werden zwar auch Schrauben, Nägel und andere Metallteile gefunden. Aber lieber einmal das Gebiet gründlich absuchen als mehrfach mit wesentlich teureren Verfahren und schlechterem Ergebnis nach Bomben zu suchen. Die Suche selbst hätten zwei oder drei Mitarbeiter des Gartenbauamts erledigen können. Die Überprüfung der eventuellen Funde hätte dann eine entsprechende Firma oder eventuell die Bundeswehr erledigen könne. Damit wäre das freie Gelände auf einmal überprüft und geräumt werden können.
    Dies wäre mit Sicherheit billiger gewesen als das nun gewählte Verfahren.

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    • Lieber Raymund,

      ich bein ein Neuer in diesem Forum und melde mich deshalb erst jetzt zu Wort.

      Ganz so einfach wie Du in Deinem Kommentar schreibst ist die Sache nicht. Ich habe in den letzten 20 Jahren mehrfach mit dem Thema Kampfmittelsondierung zu tun gehabt und war bist August letzten Jahres unmittelbar mit solchen Aktivitäten konfrontiert. Tätig für den größten Arbeitgeber des Landes Rheinland-Pfalz, die BASF, war ich in den Neubau eines Laborgebäudes eingebunden, das auf dem Gelände der BASF errichtet wird. Obwohl die Fläche schon mehrfach sondiert worden ist, musste nachsondiert werden. Dabei ist es nicht getan, dass man ein paar Männer mit Metalldedektoren losschickt, die dann das Gelände ablaufen. Das Gelände Estienne et Foch ist, genau wie jedes andere Kasernen- oder Industriegelände, ein Risikogebiet mit höchster Priorität. Wie auch bei dem Zwischenfall in Euskirchen und einem Zwischenfall in 2013 auf dem Gelände der BASF, wurden nach dem Krieg viele Gebiete, auch der Ebenberg, mit Bauschutt aufgeschüttet. Die Mächtigkeit der Aufschüttung kann bis 15m betragen, was bei Tiefgründungen oder dem Bau von Tiefgaragen ein Problem darstellt. Mindestens dort muss eine Tiefensondierung erfolgen. Dabei wird ein virtuelles Netz über die zu sondierende Fläche gelegt. Die Maschen haben eine Kantenlänge von 1m. Immer an den Ecken eines solchen Quadrats wird eine Bohrung niedergebracht. Die Löcher werden mit Sonden versehen, die elektromagnetische Wellen aussenden. Bei Auswertung der Messdiagramme kann man dann Störungen erkennen, die dann erkundet, sprich ausgegraben werden müssen.
      Man sollte auch nicht vergessen, dass es sich beim Gelände Estienne et Foch und dem Ebenberg um ein Gelände mit Publikumsverkehr handelt. Hier spielt das Problem von Kleinkampfmitteln eine erhebliche Rolle. Ich weiß nicht ob Dir bekannt ist, dass bei einer ersten Sondierung des ehemaligen Kohlelagers, das Kernstück der LDG, über 200 Kleinkampfmittel auf 1,8ha gefunden wurden. Davon sind 192 Stck. Brandbomben.
      Ärgerlich ist auch, dass die Stadt nach dem Erwerb des Geländes bereits öffentliche Mittel für eine „Bodensanierung“ bereitgestellt worden sind. Dabei ist zu bedenken, dass der Boden auf den ehemaligen Kasernengeländen, die von der Französischen Armee genutzt wurden, oft durch Öl und besonders durch Chlorkohlenwasserstoffe aus lösungsmittelhaltigen Reinigungsmitteln verunreinigt ist.

      Zurück zur Sondierung. Es gibt in RP zwar kein festgeschriebenes Regelwerk für die Behörden, aber seit Jahren eine übliche Vorgehensweise. Dabei spielt der Kampfmittelräumdienst des Landes eine zentrale Rolle. Er koordiniert die Aktivitäten, die mit zertifizierten Fachfirmen erarbeitet wurden. Davon gibt es in relativer Nähe zu Landau mehrere, die auch eng mit dem KMRD-RP zusammenarbeiten.
      In Landau hat man, wie üblich, einen anderen Weg gewählt. Man hat eine „Fachfirma“, das Ing.-Büro Hennike, beauftragt und auch noch behauptet dieses Büro sei die einzige, kompetente Firma für das Problem. Der KMRD war nicht sehr begeistert über diese Vorgehensweise.

      Das erarbeitete Konzept ist zwar schlüssig, schwächelt allerding im Detail, weil es die Kosten für erforderliche Maßnahmen an die zukünftigen Eigentümer weiterreicht.

      Insgesamt solltest Du bedenken, dass eine sorgfältige Sondierung Leben retten kann, da dürfen Kosten nur eine untergeordnete Rolle spielen. Über die Sinnhaftigkeit einer LDG in Landau wollen wir hier erst gar nicht reden.

      Gruß
      Thomas (MoTho)

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  5. Hallo verehrter Raymund!
    Vielleicht hast Du übersehen,das es Verwaltungsvorschriften gibt,die eine solche Vorgehensweise ausschließen.Immerhin geht es hier um das Geld der Steuerzahler-das die Mächtigen lieber Ihren (zweifelhaft)Verbündeten zukommen lassen wollen.In Deutschland zählt schon lange nicht mehr gesunder Menschenverstand(was auch immer das sein soll-mir begegnet dieser schon sehr lange nicht mehr).Ob Bund der Steuerzahler oder diverse andere nahmhafte Organisationen veröffentlichen jedes Jahr Ihre Berichte-was bringts?
    Einer wie Ich ,rate Dir,der Du nach dem veröffentlichten Foto,erwachsen zu sein scheinst,Dir gut zu überlegen ob eine öffentliche Meinungsäußerung Dich ,in einem Staat der die Menschenrechte auf nachrangige Plätze verbannt hat,gut zu überlegen wie Du weiter gehen willst.
    Gruß Rebell Fritz.

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